Geothermie

Geothermiebohrung Weilheim bereits über 2.000 Meter tief

18. Dezember 2016

Bohrarbeiten in Weilheim verlaufen nach Plan

Weilheimer Stadtraete und Stadtwerke-Vertreter auf dem Bohrplatz in Weilheim
Weilheimer Stadtraete und Stadtwerke-Vertreter auf dem Bohrplatz in Weilheim
 

Nur mit Sicherheitsschuhen, Schutzhelm, Warnweste und Schutzbrille durften Weilheimer Stadträte sowie Vertreter der Stadtwerken den Bohrplatz am Ende der Altvaterstraße besichtigen. Bei einem Rundgang mit Projektmanager Antonio Marabotto von „Enel Green Power" durch die Anlage gab es einige Fakten:

Die Bohrung war am Freitag um 9 Uhr, als die Besichtigung begann, in einer Tiefe von 2303 Metern senkrecht unter dem Bohrplatz in der Lichtenau. Die Temperatur beträgt dort 72 Grad Celsius. Noch einige hundert Meter geht es senkrecht bergab, dann soll die Bohrung um 70 Grad in Richtung Wielenbach abgelenkt werden. Bei 3900 Metern Tiefe müsste der Bohrer auf die heißes Wasser führende Malmschicht treffen, in die noch weitere 350 Meter gebohrt werden soll.

Wenn alles nach Plan läuft, soll diese erste Probebohrung etwa Ende Februar abgeschlossen sein. Durch den eigenen Druck müsste dann das rund 140 Grad heiße Wasser bis etwa 130 Meter unter die Oberfläche ansteigen. Danach ist geplant, eine zweite Bohrung vorzunehmen, die 3,5 Kilometer von der Förderbohrung entfernt in die Malmschicht mündet. Der Abstand ist nötig, damit es nicht zu einem Kurzschluss kommt, durch den das abgekühlte Wasser wieder gefördert wird.

Quelle:  Merkur