Geothermie

Zweite Geothermie-Bohrung in Holzkirchen fast auf der Zielgeraden

13. Januar 2017

Zweite Bohrung in Holzkirchen erreicht Zieltiefe voraussichtlich im Februar

Bohrplatz in Holzkirchen
Bohrplatz in Holzkirchen
 

Die schwierige dritte Sektion der zweiten Bohrung beim Geothermieprojekt, die in zwei vorhergehenden Anläufen zu technischen Problemen geführt hatte, ist geschafft. Die Futterrohre des Bohrabschnitts, der in rund 2600 bis 4450 Metern Tiefe verläuft, sei erfolgreich eingebaut. Das teilt die Geothermie Holzkirchen GmbH jetzt in einem Pressebericht mit. Damit sei die zweite Bohrung „fast auf der Zielgeraden".

Rund 150 Rohre mit einer Länge von zwölf Metern und einem Durchmesser von 25 Zentimetern mussten zur Fertigstellung der dritten Sektion verschraubt und in die Tiefe gebracht werden. „Der so entstehende Strang hatte eine Länge von über 1800 Metern und ein Gewicht von rund 290 Tonnen." Nachdem dieser die Zieltiefe erreicht hatte, wurde er durch Zementierung mit dem Erdreich verbunden. Zwischenzeitlich seien der untere Abschluss des Rohrstrangs, der sogenannte Rohrschuh, aufgebohrt und das Bohrloch präzise vermessen. Ab diesem Wochenende sollen die Arbeiten am vierten Bohrabschnitt beginnen, der mit rund 650 Metern Strecke vergleichsweise kurz sei und einen Durchmesser von 20 Zentimetern habe. Die fünfte und letzte Sektion führe durch den Malm, also die Kalksteinschicht, in der das Thermalwasser erwartet wird.

„Nach Fündigkeit dieser Bohrung sollen plangemäß Mitte bis Ende Februar Pumpversuche stattfinden, bei denen die Ergiebigkeit des Bohrlochs getestet wird." Albert Götz, Geschäftsführer der GmbH, ist erleichtert, sieht das Gesamtprojekt nach wie vor optimistisch: „Mit der schwierigen dritten Sektion haben wir genau denjenigen Abschnitt absolviert, der bisher die größten Schwierigkeiten bereitet und zu den aufgetretenen Projektverzögerungen geführt hat", sagt er. „Jetzt trennen uns nur noch einige hundert Meter von dem ersehnten Thermalwasser."

Quelle:  Merkur