Geothermie

Wird in Königsdorf bald gebohrt?

30. November 2017

Bergrechtliche Erlaubnis verlängert

Firmenlogo AIR Geokraft
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Still war es zuletzt um das Geothermieprojekt in Königsdorf. Jetzt wurde die Gemeinde darüber informiert, dass die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme verlängert wurde. Das berichtete Bürgermeister Anton Demmel dem Gemeinderat.

Im Jahr 2006 war die Aufsuchungserlaubnis erstmals an die Firma A.I.R. Geokraft, die inzwischen Tiefengeothermie Königsdorf GmbH &Co. KG heißt, erteilt worden. Sechs Jahre später wurden die seismischen Messungen durchgeführt. Die 3D-Seismik sollte Klarheit über das Reservoir an Thermalwasser in 5000 bis 5500 Metern Tiefe bringen, dessen Temperatur bei etwa 160 Grad Celsius liegen soll. Die Messfahrzeuge fuhren ein Gebiet von 56 Quadratkilometern ab. Bei einem Bürgerinformationsabend ein Jahr später kündigte das Unternehmen an, im ersten Quartal 2014 mit seiner Geothermiebohrung im Bereich des Fiechtnersees im Ortsteil Wiesen beginnen zu wollen. Geschäftsführer Michael Riedl erklärt, dass man „das Projekt weiterhin entwickelt". Derzeit befinde man sich in der Genehmigungsphase. Zudem sei die Finanzierungsfrage noch nicht abschließend geklärt. „In die Planung werden jedenfalls auch die ausgewerteten Erkenntnisse der umliegenden Bohrungen miteinfließen", erläutert Riedl weiter. 

Zum weiteren Zeitplan sagt Riedl, dass man die erste Hälfte des nächsten Jahres noch für die Genehmigungen eingeplant habe und für die zweite Hälfte den Bau des Bohrplatzes. Wenn es Neuigkeiten gebe, werde man natürlich auch die Bürger informieren. „Wir haben einen guten Plan", versichert Riedl. „Wir sind optimistisch, das Projekt umsetzen zu können."

Quelle:  Merkur